Historisches Rathaus Münster, Münster

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Historisches Rathaus Münster

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Das Historische Rathaus von Münster am Prinzipalmarkt  4  ist das Wahrzeichen der Stadt.

Architektur

Das Rathaus liegt vis-a-vis zum Haupttor des bischöflichen Dombereiches. Traditionell lagen der Bischof von Münster und die Bürger im Clinch. Diese Gegenüberstellung ist sicherlich ein Zeichen für das hohe Selbstbewußtsein der Münsteraner Bürger und Ihr Streben nach Freiheit und Selbstverwaltung.

Die reich verzierte Giebelfassade aus Baumberger Sandstein im Stil der Gotik ragt hoch über das Dach hinaus. In den beiden unteren Geschossen ist die Fassade in vier Achsen geteilt, weiter oben in sieben, die sich stufenartig zur Mitte hin aufwärts staffeln. Das Gebäude hat zwei Hauptgeschosse.

Betritt man das Gebäude durch die vorgelagerte Bogenhalle, so gelangt man über einige Sandsteinstufen in die Bürgerhalle. Hier versammelte sich im Mittelalter die Münsteraner Bürgerschaft. Heute wird der Raum für Veranstaltungen und kleinere Ausstellungen genutzt. Dahinter liegt der Friedenssaal aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts, der jahrhunderte lang als Gerichtssaal gedient hat. Im Obergeschoß liegt der große Ratsaal.

Entstehungsgeschichte

Der Prinzipalmarkt  4  wurde Mitte des 12. Jahrhunderts angelegt. Im Jahr 1168 erhielt Münster das Stadtrecht. 1250 wurde zum ersten Mal ein Rathaus an der heutigen Stelle erwähnt. Das jetzige Rathaus wurde 1335 erbaut, der Baumeister ist heute nicht mehr bekannt.

Geschichte des Gebäudes

Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich das Erscheinungbild massiv. Das heutige Gebäude besteht nur noch zu geringen Teilen aus Orginalsubstanz des 12. Jahrhunderts, nämlich im rückwärtigen Teil mit der früheren Ratskammer, dem heutigen Friedenssaal. Der vordere Teil mit Bürgersaal und Prachtfassade stammt vermutlich aus dem Jahr 1395.

Berühmtheit erlangte das Rathaus als Tagungsort des Kongresses, der den Dreisigjährigen Krieg beendete. Zu diesem Anlass erhielt der Maler und Künstler Everhard Alerdinck den 1646 Auftrag, das Rathaus zu verschönern. Der prächtige Giebel wurde neu gestrichen bzw. bemalt. Die hohen Gäste wurden in der Ratskammer mit einem Schluck aus einem Pokal, dem sogenannten "Goldenen Hahn" (1621) empfangen. Am 15. Mai 1648 wurde schließlich feierlich der Westfälische Friede verkündet. Seit dem heißt der Saal Friedenssaal.

1861 entstand der Wunsch nach einem städtischen Festsaal im Obergeschoß des Rathauses. Dazu sollte der Dachraum miteinbezogen werden, der bis dahin ungenutzt war. Es wurden drei Entwürfe in Auftrag gegeben, die dem verantwortlichen Regierungsbaurat Salzenberg aber alle mißfielen. In seinem Gutachten hieß es, sie ließen Würde, Architekturstil und den Anschluß an den vorderen Giebel vermissen. Am 21. Februar 1961 reichte er einen eigenen
Alternativentwurf ein, für dessen Ausführung sich die Stadtverordnetenversammlung entschied. So entstand im Obergeschoss ein großer Saal mit Tonnengewölbe. Der Landesbaupfleger Gustav Wolf beurteilte diesen Eingriff 1949 in der Lokalpresse (Westfälische Nachrichten) negativ, da seiner Meinung nach durch den Eingriff die klare Trennung zwischen Hauskörper-Rechteck und Dach-Dreieck und somit der Einklang zwischen Innen und Außen zerstört wurde.

Im Zweiten Weltkrieg, am 28. Oktober 1944 wurde das Rathaus von mehreren Bomben getroffen und brannte vollständig aus. Der Giebel brach zusammen, nur die unteren Bögen blieben erhalten. Nach dem Krieg dauerte es einige Zeit, bis die finanziellen Mittel zum Wiederaufbau zur Verfügung standen. Leider war ein Großteil der Trümmer bei den Aufräumarbeiten fortgeräumt worden und verloren.

1948 beschloß man anlässlich des 300. Jahrestages des Westfälichen Friedens zunächst einmal den Friedenssaal wiederherzustellen. Zwar hatte man 1942 vorsorglich die ganze Vertäfelung, die Decke und das Inventar des Friedenssaales auf das lippische Schloss Wöbbel ausgelagert, doch der prunkvolle Kamin in der Südmauer war nicht entfernt worden und somit zerstört. Man ersetzte ihn durch den Kamin des Krameramtshaus, der den in Größe und Alter dem zerstörten Kamin entsprach.

Noch unter der Eindruck der der Feierlichkeiten der "Friedenswoche in Münster" wurden bald danach in der Bürgerschaft Stimmen laut, die verlangten den Wiederaufbau des Rathauses nun nicht mehr länger hinauszuzögern. Es wurde ein beschränkter Wettbewerb ausgelobt, zu dem drei Münsteraner Architekten eingeladen wurden. Für diesen Wettbewerb gab es keine klare Raumbestimmung und keine Vorgaben zur Saalfrage (ob flache Decke oder Tonnengewölbe, d. h.ursprünglicher Zustand oder Salzenberg´sche Lösung). Nachdem die drei Architekten ihre Vorschläge eingereicht hatten gab es eine zweite Wettbewerbsrunde, in denen verschiedene lösungsvarianten für einen Festsaal mit Tonnengewölbe erarbeitet werden sollten. Zwar ging der Architekt Bartmann als Sieger aus den Wettbewerben hervor, die Pläne blieben aber aufgrund von Geldmangel erst einmal in der Schublade.

Erst 1950 ging man an den Wiederaufbau. Die Finanzierung wurde zur Sache Aller Bürger gemacht, jeder war aufgerufen Sach- und Geldspenden oder handwerklichen Arbeiten beizutragen. Die Zustimmung zu diesem Projekt des Wiederaufbaus übertraf alle Erwartungen. Durch eine eigens initiierte Rathauslotterie konnte eine Summe von 770.000 DM eingenommen werden, fast die Hälfte der Gesamtkosten.

Die Bauleitplanung übertrug man dem Dombaumeister Benteler. Er sprach sich gegen eine "orginalgetreue" Rekonstruktion aus. Statt dessen favorisierte er "nachempfundene Fassadenelemente". Auch in der Deckenfrage für den Festsaal konnte er seine Vorstellungen durchsetzen: es wurde eine flache Holzbalkendecke eingezogen, was der ursprünglichen Gestaltung aus dem 14. Jahrhunder entsprach.(s.o) Zwei Jahre nach der Grundsteinlegung konnte am 9. Juli 1952 das Richtfest gefeiert werden. 1953 war der Ostgiebel am Syndikatsplatz und einige Monate später auch der Treppenturm mit dem Zugang zum Friedenssaal fertig. Im Oktober 1954 war die Giebelfassade am Prinzipalmarkt  4  fertig. Am 30. Oktober 1958, also zum 350. Jubiläum des Westfälischen Friedens) war das gesamte Gebäude fertiggestellt.

Das Urteil der Öffentlichkeit war überwiegend positiv. Es gab aber auch einige kritische Stimmen, so zum Beispiel in der Frankfurter Allgemeinen (11.11.1958): "Was sich der leitende Architekt hat "einfallen" lassen ist eine völlig triviale Mischung aus Großbank und Grandhotel, hie und da mit schmiedeeisernem lokalen Einschlag. Münster kann seinen Dom, das Theater und den Friedenssaal zeigen, das neue Innere vom alten Rathaus scheint höchstens für den Heimgebrauch dienlich." Nichts desto trotz waren die Münsteraner stolz auf Ihr Rathaus, der gemeinsame Wiederaufbau war ein wichtiges Symbol für den lokalen wirtschaftlichen Aufschwung.

Heute ist das Rathaus eine der Hauptattraktionen für Touristen und wird nur noch für kulturelle oder repräsentative Anlässe wie zum Beispiel dem großen Bankett zum 250jährigen Jubiläum des Westfälischen Friedens genutzt.

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